Bei Machandel ist im März 2018 mit Der Wessex-Dolch nach Mord im Pfahlbaudorf und Die Speerschleuder der dritte Band der Krimi-Reihe von Martina Schäfer erschienen, die im Archäologen-Milieu spielt. Die Serie soll laut Verlag Kriminalromane bringen, die Vergangenheit und Gegenwart mörderisch gut miteinander verbinden und zudem einen gehörigen Schuß Frauen-Power aufweisen. Die Arbeit der Archäologen hat viel Ähnlichkeit mit der Kriminalistik. Beide müssen akribisch selbst kleinste Spuren auswerten, um Rückschlüsse auf Vergangenes ziehen zu können. Es lag also nicht allzu fern, Archäologen auch als Detektive arbeiten zu lassen.
Eigentlich sollte es nur ein fröhlicher Tagesausflug werden. Doch nach dem Besuch eines steinzeitlichen Bergwerks vermißt Archäologie-Professor Drahm zwei seiner Studenten.
Die Suche nach ihnen ist unmöglich, denn ein heftiger Sturm hält ihn, seine Assistentin Dr. Johanna Schmid und die restlichen zehn Studenten in der Jugendherberge fest und macht gleichzeitig die Straßen für Polizei und Rettungskräfte unpassierbar.
Während draußen der Sturm wütet, beginnt Professor Drahm zu ahnen, daß das Verschwinden seiner Studenten nur der Auftakt zu weit Schlimmerem ist ...
Weitere Informationen zur im Buch wichtigen Jungsteinzeit (Neolithikum) gibt es auch auf der Wikipedia-Webseite
Sollte das Buch nicht im Buchhandel erhältlich sein, kann es auch (nur zur Lieferung nach D) direkt beim Verlag bestellt werden.
Direkt beim Verlag bestellen: Bei Machandel leider nicht möglich
Unsere Meinung:
Dieser Roman fällt etwas aus der Reihe der Dr. Johanna Schmid und Professor Joachim Drahm-Bücher. Es gibt keine zweite Handlung in der Originalzeit irgendwelcher Artefakte und die Archäologie kommt mehr oder weniger nur am Rand vor. Statt dessen ist dieser Roman eher eine Verbeugung vor Agatha Christie (oder wie es in der Widmung heißt, In honorem Agatha Christie). Genauer gesagt, ist es eine Variation ihres Kriminal-Romans Zehn kleine Negerlein, nur daß es hier Zwölf wackere Studentlein sind, deren Zahl sich mit jedem neuen Gedichtsvers um eines reduziert. Ob die Geschichte dann wie Orginal (und in seinem zweiten Titel) Und dann gabs keines mehr, endet, wird hier natürlich nicht verraten. Es ist eine spannende und mörderische Geschichte, in der Dahm und Schmid, die mit ihren Studenten ins Heimatland von Agatha Christie gereist sind, versuchen, ihre Studenten vor tödlichen "Unfällen" zu bewahren und herauszubekommen, wer hinter den Morden steckt. Außerdem gibt es mal wieder eine neue Liebesgeschichte für Johanna Schmid. Das Buch ist gut und spannend geschrieben und als Hommage an die britische Autorin und ihren Roman sicherlich gelungen, insgesamt aber war es für uns zum einen kein wirklicher Schmid&Drahm Archäolgie-Krimi, eher ein Slasher nach amerikanischem Muster, und zum anderen hatte das Buch für uns kein richtiges Ende. (Wir können allerdings schon verraten, daß die Handlung aus diesem Buch in einem späteren Band wieder aufgegriffen wird.)
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