Ein abgetrennter Kopf in einer alten Mühle - dekoriert wie eine Brotzeit. Und die Botschaft ist eindeutig: "Du Trottel, heast! Das ist erst der Anfang."
Für Kriminalhauptkommissar Hubert Aiwanger wird's ungemütlich. Sehr ungemütlich. Denn der Täter kennt ihn - und zielt direkt auf seine Vergangenheit.
Zwischen schwarzem Humor, bayerischem Grant und einer Spur, die irgendwie zu einer österreichischen Band führt, bleibt nur eine Frage: Wer will Aiwanger ans Leder - und warum ausgerechnet so?
Während das Sonderdezernat SFA ermittelt, wird klar: Das ist kein gewöhnlicher Fall. Das ist persönlich.
Und ziemlich schräg ...
Originalausgabe |
 Broschiertes Buch / Paperback
In dieser Reihe ist bisher erschienen:
Band 1
Prost du Sack (06/2025)
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| Unsere Meinung (zu Band 1): Aufgrund des Titels dieser ersten Folge hatten wir schon das Schlimmste befürchtet: Einen Kimi in rüder und vulgärer Sprache, der sich vor allem durch Ekel- und Schockeffekte und ein Comedian-Niveau auszeichnet. Aber da lagen wir erfreulicherweise weit daneben. Der Titel ist lediglich Teil des Auftritts einer Musikgruppe, die im Laufe der Geschehnisse eine Rolle spielt. Im Mittelpunkt des Krimis stehen allerdings der etwas grantige und kulinarischen Genüssen keineswegs abgeneigte Kriminalhauptkommissar Hubert Aiwanger und seine nordische Mitarbeiterin Frida Karlsson-Konrad, die im Keller einer Dienststelle die neu eingerichtete Abteilung Spezielle Fälle Aiwanger, kurz SFA bilden, die sich Fällen widmet, die niemand aufgeklärt hat oder überhaupt aufklären wollte. Ein wenig erinnert die Grundkonstellation an die klassische deutsche Fernsehserie um die Seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger, der auch immer wieder mit den Fällen vertraut wurde, die kein anderer lösen konnte. (Und auch Aiwanger ist dem von Beppo Brehm verkörperten vulominösen Kommissar nicht unähnlich.) Während Aiwanger sich in einem Wiederherstellungs-Urlaub befindet, stößt seine Mitarbeiterin auf seltsame Übereinstimmungen bei einer Reihe von Todesfällen, die sich alle im Umfeld von Volksfesten ereignet haben umd sie an den bisher angenommenen natürlichen Todesursachen zweifeln lassen. (Na gut, sie wird auch ein wenig darauf gestoßen.) Wenig später stecken die beiden (und mit ihnen die Leser) bereits tief in den Ermittlungen, die sich allerdings als äußerst schwierig erweisen. Außerdem scheint der unbekannte Täter ein fieses Spiel mit ihnen zu treiben. Während die beiden Ermittler immer verzweifelter einer falschen Spur nach der anderen folgen, die die möglichen Verdächtigen aber nur entlasten, reisen die Leser in dazwischengeschobenen Kapiteln zunächst in die Vergangenheit einer unglücklichen Familie, mit denen der Autor den Verdacht der Leser in eine bestimmte Richtung lenkt. Ob der Autor damit seine Leser allerdings ebenso auf eine weitere falsche Spur führt, verraten wir natürlich nicht. In späteren Kapiteln wechseln sich die Ermittlerkapitel dann mit Kapiteln ab, die sie an den Gedanken und Motiven des Täters teilhaben lassen. Schließlich gerät Aiwanger selbst ins Fadenkreuz des Täters, stellt ihm aber seinerseits eine Falle. Doch ob sich der überaus clevere und skrupellose Täter wirklich so leicht überlisten lassen wird? Insgesamt war dies für uns ein ebenso spannender wie unterhaltsamer Krimi mit etlichen unerwarteten Wendungen, der uns neugierig auf den nächsten speziellen Fall mit Aiwanger & Co. gemacht hat. |