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Das waren neue Seiten
März 2025
Autor/Herausgeber/Reihe:
Carolin König:
Titel:
Bonnie & Clyde im Taunus
Taunus-Krimi 3:?
8.
Originaltitel:
Originaltitel
Erscheinungsland
Original: D
Erscheinungsjahr Original: 2024
Bei Legionarion ist im März 2025 der dritte Taunus-Krimi mit der recht eigenwilligen Detektivin Euphemia - kurz Femi - Köther erschienen. Diesmal muß Femi zur Reha und die Reihe macht einen Abstecher in den Vorder-Taunus.
Im zweiten Band sollt Femi Diebstähle im Haus einer hochbetagten und sehr wohlhabenden Dame aus Usingen aufklären. Hauptverdächtige waren der Großneffe und die Haushaltshilfe der Frau. Der Fall schien mit dem Mordversuch an einer ehemaligen Lehrerin verbunden zu sein, die jedoch eisern schwieg - genauso wie zwei potentielle Zeugen. Femi und Annika unterstützten einander, soweit ihr jeweiliges Berufsethos das zuließ. Zugleich holte Femi ihre Vergangenheit ein, als László, ihr früherer Sandkastenfreund und Nachbar, nach dreißig Jahren Abwesenheit sein Elternhaus zurückkaufte und dort einzog. Er blieb nicht lange allein ... und Femi wurde Tante ehrenhalber. Am Ende des zweiten Bandes erhielt Femi eine Hüftprothese und muß nach der Operation zur Reha.
In diesem dritten Band hat Privatdetektivin Femi Köther nach ihrem schweren Unfall am Ende des zweiten Bandes ihre Reha in einer Bad Homburger Klinik angetreten.
Vor ihr liegen, wie sie meint, drei unspektakuläre Wochen.
Doch schon bald nach ihrer Ankunft erfährt sie, daß in der Klinik mehrere Patienten bestohlen und andere erpreßt wurden.
Und dann findet sie auch noch die sprichwörtliche Leiche im Keller ...
Mit einer Übersicht der handelnden Personen am Anfang des Buches Mit einem Glossar der mundartlichen Begriffe im Anhang Mit einem Nachwort der Autorin im Anhang
Legionarion Crime Paperback ca. 220 Seiten ISBN 978-3-96937-170-1
Preis: 15,00 € (D) - 15,95 € (A) ~ 24,00 SFr (CH)
Auch erhältlich als: ebook (03/2025) (epub, ca. 1 MB) ISBN 978-3-96937-171-8 Preis: 5,99 € (D) - 6,20 € (A) ~ 7,00 sFr (CH)
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Unsere Meinung:
Dieser Roman schließt unmittelbar an die Ereignisse aus dem vorherigen Band (Familienbande im Taunus) an, kann aber auch ohne diesen zu kennen problemlos gelesen werden. (Auch wenn es natürlich mehr Spaß macht, wenn man die Vorgeschichte(n) kennt.) Wie bereits am Ende des vorigen Bandes angekündigt, muß (oder darf) sich Femi nach ihrem Unfall und der folgenden Operation in einer Reha-Klinik erholen um wieder arbeitsfähig zu werden. Schließlich muß sie als Detektivin fit und beweglich sein. Was zwar nicht unbedingt bedeutet, über Pfützen zu springen oder auf Bäume zu klettern, aber als halblahme Ermittlerin würde sie keine gute Figur machen. In der Zwischenzeit baut sie halt eine persönliche Beziehung zu ihren dienstbaren Geistern auf, indem sie ihnen Namen verpaßt (die Gehstöcke nennt sie Krücki und Stocki, den Sockenanzieher Socki, den Schuhlöffel Schuhbidu und die Greifzange Schnappi) und träumt ansonsten von einer erholsamen Reha, die sie wieder auf die zeitweise stützbestrumpften Beine und zurück ins aktive Detektivleben bringen wird.
Aber leider erweist sich das, was sie dann wenig später träumt als deutlich weniger angenehm. Aber war das überhaupt ein Traum?
Wenn ja, dann hatten andere offenbar ähnliche Träume. Denn kurz danach macht die aus dem zweiten Band bekannte ehemalige Lehrerin Frieda Becker Femi auf eigenartige Vorkommnisse in der Reha-Klinik aufmerksam (wobei sie ganz nebenbei auch ihr Inkognito zum Einsturz bringt), bei denen andere Rehaklinik-Bewohner von Erlebnissen berichten, die Femis Traum überraschend stark ähneln. Danach dauert es nach anfänglichem Zögern nicht lange, bevor sich Femi samt Krücken und Stützstrümpfen mit Schmagges in einen neuen Fall stürzt.
Nur werden aus dem einen Fall schnell drei, und da einer ein Mord ist, den Femi mehr als gerne der lokalen Polizei überläßt, ermittelt sie dann zunächst nur in zwei Fällen (von denen die Polizei zu allem Überfluß nicht erfahren soll). Aber auch diese zwei Fälle ziehen immer weitere Kreise und halten Femi auf Trab. Aber glücklicherweise hat sie ja vor Ort und und in der Ferne hilfreiche Freunde und Bekannte, die ihr dabei (zum Teil auch etwas überenthusiastisch) zur Seite stehen (und von denen die Leser einige aus den vorangegangenen Bänden bereits kennen).
Neben diversen heißen Schlachten am kalten Buffet um die letzten Scheiben Emmentaler und der sich stetig vermehrenden Zahl ihrer silberfischigen Mitbewohner, den brandgefährlichen Eskapaden ihrer ein klein wenig exzentrischen Mutter zu Hause und den verschiedensten Übungsstunden ihrer Reha (ja, die gibt es bei all dem auch noch) wird es für Femi und ihre Mitermittler langsam gefährlich. Und das mit der Trennung der drei Fälle, erweist sich auch als etwas problematisch.
Kurz zusammengefaßt, ganz normale (ebenso spannend wie unterhaltsam zu lesende) Wochen im Leben der Femi Köther also.
Auch wenn dies bereits der dritte Roman dieser Reihe ist, kann er problemlos gelesen und verstanden werden, ohne die ersten beiden Bände zu kennen. (Obwohl es natürlich hilfreich ist, um die gemeinsame Vergangenheit einiger Personen besser zu verstehen. Außerdem lohnt sich ohnehin sie zu lesen.) Für alle, die Femi & Co. mit diesem Band kennenlernen, werden die Zusammenhänge wo nötig in der Geschichte erklärt. Außerdem findet sich am Anfang des Buches eine Kurzübersicht der wichtigsten Personen in diesem Buch. (Bei der einen oder anderen Person, wird für uns allerdings schon zuviel verrraten, was erst im Laufe der Greschichte ans Licht kommt.) Am Ende des Buches folgen dann wie im Vorgängerband die Übesetzungen der mundartlichen und fremdsprachigen Wörter und Ausdrücke sowie ein Nachwort, in dem die Autorin einiges über die Hintergründe dieser Reihe erzählt und einen kleinen Ausblick auf den nächsten Band gibt, mit dem Femi wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren wird.
Insgesamt war dies für uns wieder ein rundum spannender, leicht schräger und höchst unterhaltsamer Krimi mit diversen unerwarteten Wendungen und einem bunten Panoptikum an Personen. Wie in den Vorgängerbänden wird auch diesmal von Femi selbst in ihrer höchst eigenen Art in der Ich-Form erzählt. Und es gibt ein Wiederlesen mit vielen Personen, die bereits in den ersten Romanen vertreten waren. (Auch wenn Femi und die Leser diesmal auf Nayla verzichten müssen und einige bekannte Figuren aus den Vorgänger-Bänden nur indirekte Auftritte haben.) Obwohl dieser dritte Band für Femi alles andere als erholsam war, für uns war es ein ebenso großes spannendes Lesevergnügen wie die ersten beiden Bände und uneingeschränkt wieder ein Tip.
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