Kriminalgeschichten haben in Japan eine lange Tradition. Dieser Band versammelt klassische Krimis aus vier Jahrhunderten.
Die fünf Geschichten in diesem Buch handeln etwa von einem Seidenweber, der in einer feucht-fröhlichen Neujahrsnacht von einem Freund bestohlen wird und von dem klugen Richter Ooka, der einen Fall auf ungewöhnliche Weise löst.
Rampo Edogawa, der Begründer des modernen japanischen Kriminalromans, erzählt in Das Rote Zimmer von einem scheinbar kalten Massenmörder, der gelangweilten Klubmitgliedern von seinen Verbrechen erzählt ...
Dieses Buch enthält die folgenden Erzählungen:
- Saikaku Ihara: Sie wußten nicht, was in der Trommel war (Taiko no anaka wa shiranu ga inga, 1689)
- Die Daumenfessel (k.A.)
- Die Straßensängerin und der Samurai (The Eta Maiden and the Hatamoto, 1871)
- Junichiro Tanizaki: Ich (Watashi, 1921)
- Rampo Edogawa(Taro Hirai): Das Rote Zimmer (Akai heya, 1925)
Aus dem Japanischen übersetzt von Reiko Sato und Ingrid Schuster
Mit einem Nachwort von Ingrid Schuster
Mit einem Verzeichnis der Autoren, Texte und Quellen am Ende des Buches
Mit Informationen zu den Originalausgaben am Ende des Buches
Mit Worterklärungen am Ende des Buches
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Neuausgabe
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 Mini-Taschenbuch
Das Buch ist Band 14.933 in Reclams Universal-Bibliothek. So sah 2009 ein Wandregal mit allen Bänden der Universalbibliothek des Reclam-Verlags aus:
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| Unsere Meinung: Dieser Band enthält fünf ganz unterschiedliche Kriminalgeschichten. In den ersten beiden finden clevere Richter auf eigenwillige Art den oder die Täter. Beide Geschichten haben etwas Schlitzohriges, besonders in der zweiten Geschichte wird dem einen Beschudigten auf eine ganz spezielle Art ein Geständnis abgerungen, wogegen die andere, der wohl auch die Sympathien der Leser gehören dürften, zwar hart bestraft wird, aber dann auch wieder nicht. Die restlichen Geschichten sind dann teilweise tragisch und teilweise psychologisch, wobei eine einen entlarvten Dieb selbst erzählen läßt wärend die letzte Geschichte zeigt, daß die heute so arg verbreitete Sensationslust bereits 1925 nichts Unbekanntes war. Besonders bei den letzten Geschichten müssen europäische Leser allerdings immer damit rechnen, daß sie nicht glücklich enden und die (vermeintlich) Guten nicht immer ungeschoren davonkommen. Im Anhang erhalten interessierte Leser zunächst weitere, detaillierte Informationen zu den Autoren und Quellen der Geschichten. Unter der Überschrift Anmerkungen folgen dann Erklärungen zu den im Text markierten Begriffen und Ausdrücken. Abgeschlossen und an bgerundet wird das Buch mit einem ausführlichen Nachwort von Ingrid Schuster, das neben Hintergrundinformationen zu den hier versammelten Geschichten und Autoren auch über die lange Tradition der Kriminalerzählung in Japan informiert. Insgesamt war dies für uns eine ebenso spannende wie teilweise unterhaltsamen Sammlung, wobei uns die ersten beiden Geschichten am besten gefallen haben, und ein Tip. |