Im Mai 1829 trifft Alexander von Humboldt auf Einladung von Zar Nikolai I. in Sankt Petersburg ein, um die ersehnte Rußlandreise anzutreten, die ihn durch die Weiten Sibiriens bis an die chinesische Grenze führen wird.
Forscher, Minenbesitzer, Hüttenwerkseigentümer, Beamte des Zaren und Soldaten begleiten Humboldt während der Expedition bei der Suche nach Gold und Platin.
In der Reisegruppe gibt es einen jungen Russen namens Fotios Iljitsch Schwezow. Über ihn weiß man nichts, abgesehen davon, daß er von schöner Gestalt ist und ein gewähltes Französisch spricht.
Gerüchten zufolge soll er ein Protegé von Finanzminister Kankrin sein und auf dessen Befehl an der Reise teilnehmen. Man fragt sich auch, ob es sich bei dem jungen Mann um einen der schönen und begabten Augensterne Humboldts handelt. Woher sollte der weltbekannte Forschungsreisende jedoch diesen Menschen kennen, der ein Niemand ist, ein Leibeigener der Fabrikeigentümer-Familie Demidow aus Nischni Tagil im Ural?
Heide Damaschun erzählt in diesem Buch vor dem Hintergrund der russischen Industrie- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts das spannende Leben des Fotios Iljitsch Schwezow, des aussergewöhnlichen Geologen und Bergbauingenieurs, der heute als der Pionier des industriellen Urals gilt.
Dabei illustrieren kleine Kunstwerke, historische Postkarten aus dem Archiv von Günter Grundmann, die Lebensstationen des Protagonisten. Photographen haben die Orte vor über 100 Jahren abgebildet, an denen Fotios Iljitsch Schwezow gewirkt hat: Berg- und Hüttenwerke ebenso wie Abbautechniken und Aufbereitungsanlagen von Gold, Platin, Eisen und Kupfer ...
Mit teils farbigen historischen Bildtafeln und Photographien
Vom Verlag empfohlen für Leser ab 15 Jahren
Originalausgabe