Bei Saphir im Stahl erscheint im Mai der zehnte Roman der Sf-Reihe Sternenlicht. In Seuchenschiff greift Erik Schreiber die Geschehnisse rund um die Besatzung des schnellen Raumkreuzers Charon und der Station Wanderer (aus seinem gleichmamigen sechsten Band) der Sternenlicht-Reihe wieder auf. Weitere Romane sind in Vorbereitung und sollen im Abstand von jeweils zwei bis drei Monaten folgen. Die Reihe ist laut Verlag eine Hommage an die Serie Raumpatrouille Orion. Die einzelnen Bände sind dabei in sich abgeschlossen, können also unabhängig voneinander gelesen werden. Im gleichen Verlag sind auch die sieben Originalfolgen (leider in einer vom Autoren überarbeiteten Fassung) in drei Büchern erschienen (Band 1 mit den ersten beiden Abenteuern ist derzeit leider ausverkauft).
Man schreibt das Jahr 3166. Seit den verhängnisvollen Kriegen gegen die Frogs sind über hundert Jahre vergangen. Das Staatsgebilde der Menschheit, die von kühnen Raumpionieren erschlossene Raumkugel, ist in eine Vielzahl von kleineren Reichen zerfallen oder wird von Hasardeuren und Piraten beherrscht.
Eines der aufstrebendsten neuen Reiche ist die Sternenlicht Vereinigung mit der Hauptwelt Tyros, einem der verwüsteten Erde sehr ähnlichen Planeten. Die Vereinigung sieht sich in der politischen und kulturellen Nachfolge der Menschheit vor dem Erscheinen der Frogs, die ebenso plötzlich wie geheimnisvoll wieder von der kosmischen Bildfläche verschwunden sind, wie sie kamen.
Nach der wirtschaftlichen Erholung hat eine neue Phase der Expansion begonnen. Riesige Expeditionsmutterschiffe stoßen in unerforschte Regionen der Galaxis vor.
Es gibt unzählige ferne Welten da draußen, Welten die es zu finden gilt, oder wiederzuentdecken. Die Forschungsschiffe der SternenlichtVereinigung sind unterwegs, diese Welten zu finden und zu erforschen.
In Band sechs stand die neunköpfige Besatzung des schnellen Raumkreuzers Charon im Mittelpunkt.
Sie hatten den Auftrag, Funkbojen auszusetzen und zu überprüfen, wobei sie auf ein unbekanntes Objekt stießen, das sich als riesige Raumstation herausstellte, die zu einem großen Teil aus einer durchsichtigen halbkugelförmigen Kuppel bestad, unter der die Besatzung ausgedehnte Wälder mit diversen Baumarten und einen ringförmigen Fluß erkennen konnte, der offensichtlich künstlich in Bewegung gehalten wurde. Die Besatzung der Charon taufte die Station erst einmal auf den Namen Wanderer. Etwas später konnte die Besatzung der Charon im Wald auch zwei verschiedene Gruppen von Primaten ausmachen. Während sie diese beobachteten, wurde eine davon plötzlich aggressiv und überfiel die andere Gruppe. Ein Landetrupp der Charon begab sich auf die Oberfläche und in die Eingeweide von Wanderer, um getrennt zu versuchen, mehr über die Station, ihre Herkunft, ihre Aufgabe und ihre Bewohner zu erfahren. Außerdem wollten sie auch ein Exemplar der Primaten einfangen und untersuchen (lassen). Unerwartet stießen sie dabei auf den Schädel eines Extraterristiers und ein Skelett, das auf ein zweieinhalb Meter großes Lebewesen schließen ließ. Auch die Station selbst stellte die Besucher von der Charon vor immer neue Rätsel. Zudem erwies sich die Station als alles andere als ungefährlich und bald hatte die Landungstruppe bereits zwei Schwerverletzte in ihren Reihen.
In diesem zehnten Band hat die Besatzung der Charon die Station Wanderer hinter sich gelassen.
Im Forschungsschiff Vasco da Gama geht Benjamin Eigl von Bord um sich in der Krankenstation zu melden. Auf Wanderer hatte ihn ein Insekt gestochen, weshalb er sich dort untersuchen lassen will.
Aus einer kurzen Erkrankung entwickelt sich bald eine Seuche, die das ganze Schiff befällt. Menschen fallen ins Koma und die Schiffsleitung verfällt in Hektik, die sich ausbreitende Seuche zu stoppen.
Kann die Schiffsführung den Kampf gegen die Seuche gewinnen?
Die Sternenlicht-Reihe basiert auf Ideen von Erik Schreiber.
Weitere Informationen zur Serie sind auch im Sternenlicht-Wiki zu finden.
Originalausgabe
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 Taschenbuch
Das Buch kann nur zur Lieferung nach Deutschland auch direkt beim Verlag Saphir im Stahl bestellt werden.
Bisher sind in dieser Reihe erschienen:
Band 1
Horst Hoffmann: Insel im Nichts
(11/19 - nicht mehr lieferbar)
Band 2
Johannes Anders: Rücksturz nach Tyros
(09/20)
Band 3
Johannes Anders: Storm
(01/21)
Band 4
Peter R. Krüger: Der Fehler im System
(03/21)
Band 5
Joachim Stahl: Parsifal
(05/21)
Band 6
Erik Schreiber: Wanderer
(08/21)
Band 7
Johannes Anders: Feinde des Lebens
(11/21)
Band 8
Johannes Anders: Verräter an Bord
(01/22)
Band 9
Peter R. Krüger: Die Soliamit-Krise
(03/22) :
Weitere Bände sollen im Abstand von zwei bis drei Monaten (mitunter auch in kürzeren Abständen) erscheinen, in Vorbereitung sind laut Verlag:
- Joachim Stahl: Im Takt der Teufelsdroge
(07/22)
- Krüger & Anders: Wir sind die Roboter
(09/22)
- J. Anders: Die Havarie der Stephen Hawking
(11/22)
- Krüger & Anders: Sturz in die Vergangenheit
- Erik Schreiber: Winterplanet
- Joachim Stahl: Das tödliche Artefakt
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Unsere Meinung: Im Gegensatz zum vorhergehenden Band, der die Handlung aus Fehler im System nur am Rande und andeutungsweise fortgesetzt hat, nimmt Seuchenschiff die Geschehnisse aus Wanderer wieder auf und führt zumindest zwei der drei Handlungsstränge weiter. Diesmal geht es zum einen, und das macht einen Großteil dieses Bandes aus, um die Auswirkungen des Mückenstichs, den sich ein Besatzungsmitglied der Charon auf Wanderer "eingefangen" hatte. Und wir können soviel verraten: Was mit einer kleinen Mücke begonnen hatte, nimmt eine elefantöse und äußerst dramatische Entwicklung. Wie schon im vorigen Band scheint der Autor entweder über medizinisches Wissen zu verfügen oder er hat sich für diesen Handlungsstrang gründlich eingearbeitet, denn hier gibt es wieder den einen oder anderen "lehrreichen" Abschnitt, in dem die Leser mehr über Viren etc. erfahren, als die meisten für dieses Buch wohl wirklich wissen wollen. Interessant ist es trotzdem. In einem Punkt dieses Buches konnten wir dem Autoren allerdings nicht ganz folgen: Wir halten es durchaus für möglich, daß die Ärzte und Wissenschaftler einen wichtigen Aspekt der Ausbreitung der Krankheit "übersehen", daß auch der bordeigenen KI (Künstliche Intelligenz, Bordcomputer) dasselbe geschieht, halten wir doch für sehr unwahrscheinlich. Und die späte Entdeckung dieser Eigenart war für den Handlungsfortlauf, soweit wir es bisher sehen können, auch wirklich nicht nötig. Daneben fanden wir es überflüssig und nach einiger Zeit etas nervig, jedes Mal zu betonen, daß die Stimme der KI sympathisch klang, nach drei Wiederholungen, sollten es auch die letzten Leser begriffen haben. Ein anderer Schwerpunkt dieser Folge ist die immer noch recht geheimnisvolle Station Wanderer, die allerdings der GSD für sich beansprucht. Ob sich die Zivilisten dadurch wirklich davon abhalten lassen, die Station nochmals zu besuchen? Davon handelt der zweite Erzählstrang dieses Buches. Lediglich das Geheimnis des "überzähligen" Bauteils, das in einer Sonde entdeckt wurde, kommt erst am Ende des Buches nur kurz zur Sprache und dürfte, wie angedeutet wird, wohl in einem der nächsten Bände des Autoren weiterverfolgt werden. Am Anfang dieses Buches werden die Besatzuungsmitglieder der Charon und ihre besonderen Eigenschaften dem Leser nahe- oder in Erinnerung gebracht. Dies geschieht allerdings in die Geschichte eingebunden und wirkt nicht als künstlich aufgesetzt wie im vorigen Band. Auch dieser Band ist insgesamt wieder spannend und mit einer kleinen Portion Humor geschrieben und läßt uns ungeduldig auf die Fortsetzung (möglicherweise schon im angekündigten Band Winterplanet, vielleicht mit Nachforschungen zu dem geheimnisvollen Bauteil und weiteren Informationen zu Wanderer, denn bisher wurde nur ein ganz klein wenig an der Oberfläche der Station gekratzt). Dieser Band war für uns auf jeden Fall ein würdiger Nachfolger zu Wanderer und wieder ein Tip. |