Im Herzen Irlands, wo der Nebel die Wälder verschluckt und die Zeit stillzustehen scheint, liegt der Alte Wald.
Ein geheimnisvoller Ort, an dem die Natur ungezähmt ist und die Magie in der Luft liegt.
Hier lebt Cathbad, der einst mächtige oberste Druide Irlands, nun ein Schatten seiner selbst.
Einst gefeiert und respektiert, hat ihn eine düstere Vergangenheit in den Abgrund gezogen. Dunkle Geheimnisse, Selbsthaß und ein Leben voller Kampf und Raubbau haben ihn in Trunksucht und Krankheit gestürzt.
Doch jetzt reicht es Aengus, seinem besten Freund und Gott der Liebe. Er sendet ihm ein kleines Mädchen, Niam, eine Halb-Fee, die in ihrem Dorf eine Außenseiterin ist und sich ständigen Vorurteilen ausgesetzt sieht, sowie Laoghaire, einen jungen überaus empathischen Druiden, der selbst eine grauenvolle aber längst verdrängte und tief vergrabene Vergangenheit mit sich herumträgt.
Zusammen, und nur zusammen können und müssen sie sich den Schrecken, die plötzlich in ihre Welt brechen, entgegenstellen und damit verhindern, daß alles was existiert, vernichtet wird.
Zunächst aber gilt es, den Zauberer zu finden. Doch Laoghaire wäre nicht Laoghaire, wenn er nicht bereits eine Idee hätte …
Überarbeitete Neuausgabe des im September 2020 erschienenen Buches
Überarbeitete Neuausgabe
Gebundenes Buch / Hardcover
Band 2 soll voraussichtlich im März 2026 unter dem Titel Laoghaire
als gebundenes Buch bei Legionarion erscheinen.
Der abschließende Band der Trilogie soll ebenfalls bei Legionarion unter dem Titel Balor erscheinen. Ein Erscheinungstermin ist uns noch nicht bekannt.
Legionarion Buch ca. 300 Seiten ISBN 978-3-96937-192-3
Preis: 18,00 € (D) 18,50 € (A) ~ 28,00 SFr (CH)
Auch erhältlich als: ebook (12/2025) (epub, ca. 1 MB) ISBN 978-3-96937-193-0 Preis: 6,99 € (D) - 6,99 € (A) ~ 7,00 sFr (CH)
Direkt beim Verlag bestellen:
Unser Meinung:
Die Götter müssen verrückt sein. Warum sonst würden sie auf Stuhllehnen und Baumästen sitzen? Und vor allem, warum würden sie einen so wahnsinnigen und gefährlichen Plan ersinnen, der die Geschichte dieses Buches (und der beiden Fortsetzungen) bestimmt? Und was soll das heißen, zunächst muß es schlechter werden, damit es sich zum Guten wenden kann? Dies ist der erste Band einer ebenso spannenden wie eigenwilligen Fantasy-Trilogie und wie die oben genannten Fragen zeigen, passiert schon in diesem eine ganze Menge. So viel, daß wir es hier gar nicht widergeben können (und auch gar nicht wollen, denn das würde ja den Lesespaß mindern). Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen der Titelheld (obwohl Held, naja, dazu kommen wir später noch) Cathbad, den Zauberer, der Druide Laoghaire und das knapp acht Jahre alte Mädchen Niamh, das Monster und alles was mit dem Zauberer zusammenhängt, großartig findet. Soweit die "Guten" - aber in diesem Buch ist vieles nicht schwarz-weiß und ob die Guten wirklich die Guten sind, ganz speziell dieser Zauberer, der Blick darauf ändert sich im Laufe des Buches (und der folgenden beiden) mitunter ganz gewaltig. Hinzu kommen noch ein paar Götter und Dämonen sowie die "echten" Bösen, wie etwa drei Elfenbrüder (naja zumindest zwei davon sind echt fies). Wie die "Berufsbezeichnungen" Zauberer und Druide schon vermuten lassen, spielt die Geschichte in Irland um das Jahr 300 vor unserer Zeitrechnung. Alles beginnt mit einem Prolog, in dem die Leser die Hauptpersonen kennenlernen - vier gute (Aíne, eine Fee, ihr Mann Fearghas, ein Schmied, ihre zur Welt zu bringende Tochter Niamh, alias Kobold, und einen Jungen mit Albträumen namens Laoghaire) und drei böse (Elfen, die Brüder von Aíne) ... und Cathbad, den Zauberer. Der Junge und sein Traum werden im weiteren Verlauf der Geschichte wieder auftauchen und eine wichtige Rolle spielen. Die eigentliche Geschichte beginnt jedoch erst acht Sonnenläufe nach den im Prolog erzählten Geschehnissen. Im ersten Kapitel gesellen sich zu den genannten Personen noch ein ganzes Dorf voller irischer Sturköpfe und ein dunkler Wald voller Bhéists, Cailleach, Gwrachs, Wiedergänger, Reißer und anderer Steinriesen, Geister und Wölfe. Es gibt Dunkle Magie, zornige Schafe, streitlustige Götter und ein putziges Púca. Und natürlich immer wieder den Zauberer im Mittelpunkt des ganzen Geschehens. Dieser Zauberer ist ein richtiges Herzchen. Von sich selbst über alle Mäßen (wobei seine eigenen Maße in Höhe und Breite beachtlich sind, ja breit im anderen Sinne ist er auch ständig) eingenommen, kann es nicht ausstehen, von jemandem Hilfe anzunehmen, ist herrisch, rechthaberisch und nicht zuletzt ständig damit beschäftigt, sich mit Met (sagen wir es offen: Alkohol) abzufüllen. Wenn wir uns richtig erinnern, dann spielten bei ihm die Bezeichnungen selbstsüchtiger Idiot und versoffener alter Narr eine tragende Rolle. Vieles in diesem ersten Band konzentriert sich darauf, die drei Hauptpersonen bei ihren täglichen Leben zu begleiten. Dabei lernen die Leser die drei besser kennen, es wird aber auch deutlich, daß zumindest der Zauberer und der Druide mit Dämonen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben. Im Falle des Druiden ist das wörtlich zu nehmen, die Vergangenheit des Zauberers bleibt rätselhaft, es gibt - besonders in den Wortgefechten mit seinen beiden göttlichen Mitbewohnern - immer nur Andeutungen, was in seiner Vergangenheit den Zauberer dazu bringt, sich ständig zu betrinken. Im Laufe der Geschichte kommt der Druide hinter ein Geheimnis im Leben des Zauberers, aber ist das wirklich alles? Die Leser dürfen ihre Zweifel haben.
Niamh ihrerseits ist ein kleiner, ungestümer Wirbelwind, die damit zu kämpfen hat, daß sie wegen ihrer Herkunft von der Dorfgemeinschaft kritisch betrachtet und ausgeschlossen wird und einen Kleinkrieg mit einem etwas älteren Jungen führt. Ihr größter Wunsch ist allerdings, den Zauberer zu treffen. Doch der verweigert sich jeder Begegnung und vertreibt sich ziemlich rüde, als er sie in seinem Wald antrifft. Diese Zurückgezogenheit des Zauberers steigert sich in der Mitte des Buches sogar noch - trotz der Bemühungen einer kleinen Gruppe von Göttern und Sterblichen wählt der Zauberer die absolute Einsamkeit, und zwar endgültig. Keine Chance für Niamh oder Laoghaire, ihn auch nur zu besuchen. Oder ist vielleicht doch nicht alles so endgültig? Am Ende sieht es dann doch noch so aus, als würde der gewagte Götterplan beginnen zu funktionieren. Doch dann taucht ein Dämon auf. Kein Problem oder? Bei all den Monstern, die diese Geschichte bevölkert haben, wird ein einfacher Dämon doch wohl keine Rolle spielen? Das kleine Problem ist nur, daß außer dem Zauberer niemand in der Lage sein sollte, Dämonen zu erschaffen. Sollten der Zauberer und seine Götterfreunde etwas übersehen haben? Die Leser wissen es bereits, aber dieser Dämon und sein Schöpfer werden im zweiten Roman wohl noch eine Rolle spielen. Ach ja, sein Schöpfer. Neben der (relativ) normalen Erzählung und den mehr oder weniger hilfreichen Einwürfen der Erzählerin taucht auf einer dritten (kursiv gedruckten) Erzählebene ein geheimnisvoller Bösewicht auf, der nur als der Wanderer bezeichnet wird. Und das - so sieht es zumindest aus - ist der wirklich fiese Böse in dieser Geschichte, der alle drei Hauptpersonen in lebensgefährliche Situationen bringt. Aber noch war es nicht so weit. Und bis dahin wird der Wanderer dem Zauberer so viele Schmerzen bereiten, wie er nur kann. Man sieht, es geht eine Menge vor in diesem ersten Band und ebensoviele Hinweise darauf, daß es im zweiten Band spannend weitergehen wird. Eine kleine Warnung müssen wir allerdings hinzufügen, denn es gibt für sanfte Gemüter doch einige ziemliche drastische, für uns teilweise auch überflüssige, Szenen (wie geköpfte Monster, Schlachtenbeschreibungen und Höllenqualen für finstere Seelen), die aber durch den eher leicht ironischen Ton der Gesamtgeschichte wieder ausgeglichen werden. Was dieses erste Buch nämlich für uns zu einem ebenso unterhaltsamen wie spannenden Lesevergnügen macht, ist die Art, wie es geschrieben ist. Abgesehen von der schon neben all den Geheimnissen, dem Drama und der Spannung auch höchst unterhaltsam erzählten Geschichte, in der sie bereits nicht selten über kommende Geschehnisse orakelt, meldet sich die Erzählerin auch immer wieder mit direkt an die Leser gerichteten schlitzohrigen Anmerkungen zu Wort. Zu all dem kommt noch das Titelbild, das bereits ahnen läßt, daß dunkle Wolken für die drei Helden und ihr Dorf aufkommen und das sich in Nuancen mit jedem weiteren Band der Geschichte entsprechend verändert. Dadurch wird dieser erste Band eine runde Sache und insgesamt für uns ein höchst unterhaltsames und spannendes Leseabenteuer, das gespannt auf die Fortsetzung warten läßt und auf jeden Fall ein uneingeschränkter Tip. Erfreulicherweise müssen die Leser nicht allzulange auf den zweiten Band warten, er soll bereits im März 2026 erscheinen. Bis dahin: Möge sich die Tür des neuen Jahres für Frieden, Glück und Stille öffnen.
Die neuen Harten – Unsere Hardcover-Auswahl für diesen Monat
Diese Informationen sind zur persönlichen Verwendung bestimmt; sie dürfen zu nicht-kommerziellen Zwecken unter Nennung der Quelle weiterverbreitet werden. Die Rechte der (Hör-)Buch-Abbildungen liegen bei den jeweiligen Verlagen. Alle Angaben nach bestem Wissen aber ohne Gewähr.
Für Mitteilungen, Meinungen und eigene Tips für die INFO-Bücherbar einfach das Kontakt-Formuar verwenden. Die Einsendung ist gleichzeitig Einverständnis mit redaktioneller
Bearbeitung und Veröffentlichung, sofern nicht ausdrücklich auf der Einsendung anderslautend vermerkt.