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Frühjahr 2020
Februar – April

Buch 19

 

20.09.2020


 



(Ein Klick auf das Banner öffnet ein neues Browser-Fenster)

 

Hallo,

… und hier kommt Buch 19 für diese beiden Monate.

Viel Spaß.

 

April 2020 Autor/Herausgeber/Reihe:

Michael Beisteiner:  

Titel:

Der Tomatenrebell

19.
Originaltitel:
Originaltitel
Erscheinungsland
Original:
A
Erscheinungsjahr
Original:
2020

Mit dem Kinderroman Der Tomatenrebell, der im März bei wortweit erscheint, möchte der Autor Michael Beisteiner ein literarisches Zeichen gegen blinde Profitgier und für den sensiblen Umgang mit Natur und Mensch setzten. Manchmal muß man für seine Überzeugungen kämpfen. Schon ein Einziger, der gegen den Strom schwimmt, schlägt unglaubliche Wellen ...

Seht ihr das auch? Dort vorne? Hinter dem dritten Hügel? Wo dieses Bündel Sonnenstrahlen hinzeigt? Die spitzen, rundlichen Dächer über den kleinen, roten Häuschen? Ja? Das ist das Dörfchen Para­dull. In dem hausen die Paradullis.

Und hört ihr die vielen Vögel? Sie lieben diese grünen Wiesen. Zilpzalps zirpen hier, und auch Gelbspötter, Schwalben und Braunellen, Zipp­ammern, Zaunkönige und freche Wiesenpieper.

Dort: Zitronengirlitze – und da: jede Menge Wald­baumläufer. Sogar ein Ortolan! Und natürlich Sing­drosseln.

Mmh … dieser Duft von frischen Tomaten! Kein Wunder, wo doch all die Hügel übersät sind davon. Reihe an Reihe an Reihe …

Kommt, wir spazieren mal nach Paradull. Be­stimmt sind wir dort herzlich willkommen ...

 

 

 

 

Mit Illustrationen von Alex Nemec

 

 

Originalausgabe

KidTiP!

Michael Beisteiner: Der Tomatenrebell

Gebundenes Buch / Hardcover

 

wortweit Buch
ca. 110 Seiten
ISBN 978-3-903326-02-6
Preis:
15,50 € (D) – 15,50 € (A)
21,90 SFr (CH)
Direkt beim Verlag bestellen:

wortweit

Unsere Meinung:

Ja, der Kurztext zu diesem Buch und die ersten Seiten der Geschichte (aus denen der Kurztext weitgehend auch besteht) klingen reichlich seltsam und lassen den Verdacht aufkommen, daß dieses Buch etwas zum Vorlesen für Kleinkinder ist. Davon sollte man sich aber keineswegs blenden und auf einen falschen Weg bringen lassen, und schon gar nicht davon abhalten, dieses Buch zu lesen. Denn ein Kleinkinderbuch ist dies auf keinen Fall. Durch die Handlung der Hauptgeschichte und diverse Sprachspielereien sollte dieses Buch sogar erwachsene Leser gut unterhalten und zum Nachdenken anregen können. Aber in erster Linie ist es für jüngere Leser geeignet, die ihren eigenen Verstand benutzen. Aber zurück zum Anfang. Nach einer einleitenden Rahmengeschichte, in der der Leser direkt angesprochen wird und mit dem Autoren das Dorf Paradullis. (Für Nichtösterreicher könnte vielleicht ganz nebenbei erwähnt werden, daß Tomaten in Österreich Paradeiser heißen und dulli so etwas wie vortrefflich oder sehr schön bedeutet.) Heute ist das Dorf der Paradullis wirklich sehr schön und es riecht nach frischen Tomaten. Es gibt einen Versammlungsplatz, eine Tomatensaftbar und ein Tomatenrestaurant. Und es gibt den Garten, in dem sich die Leser, der Tomatenforscher (der Erzähler) und die Kinder (die Leser) versammeln, um sich eine Geschichte erzählen zu lassen. Aber die Geschichte ist nicht nur einfach eine Geschichte, denn der alte Paradulli erzählt, wie das Dorf und das Leben der Paradullis beinahe völlig zerstört wurde - und das schlimmste daran: die Paradullis haben sich das selbst angetan. Was geschehen ist und wie es dazu kommen konnte, erfährt der Leser dann in der Geschichte in der Geschichte, die ein alter Paradulli ihnen erzählt. Eines Tages kam nämlich ein gewitzter Vertreter/Verkäufer (der auf den Bildern wie eine schleimige Kröte aussieht) ins Dorf der Paradullis und machte ihnen ein verführerisches Angebot: Weniger Arbeit und jede Menge mehr Tomaten. Kein Unkraut jäten mehr, aber doppelt und dreifach so große Tomaten-Ernten. Alle bis auf einen finden das klasse und der Leser muß miterleben, wie die Paradulli dem Krötenvertreter immer mehr auf den (Sch)Leim gehen und unter seiner Anleitung das harmonische, hübsche Dorf mit seinen duftenden, schmackhaften Tomaten, die mehr als ausreichend für alle Bewohner des Dorfes waren, und die umgebende Natur in eine kalte Tomatenfabrik verwandeln. Und wie die Paradulli immer müder werden und ständig mehr miteinander streiten. Während alle anderen von dem Vertreter immer weiter in den Strudel hineingetrieben werden, bleibt nur der Tomatenrebell bei der alten, gemütlicheren und bekömmlicheren Art, seinen Garten zu pflegen. (Was auch die Tiere zu schätzen wissen.) Immer wieder versucht er den anderen vor Augen zu führen, was sie da eigentlich tun, aber sie sind schon so weit hereingezogen, daß es für sie unmöglich scheint, noch für logisches Denken ansprechbar zu sein und werden in dieser Haltung auch weiterhin vom Krötenvertreter bestärkt. Schließlich aber hat der Tomatenrebell eine Idee, wie er den Paradullis einen Spiegel vorhalten, den Verführer (und den Unsinn und die Gefährlichkeit der ganzen Aktion) bloßstellen und hoffentlich (und wir wir vom Anfang des Buches wissen, auch erfolgreich) das Dorf wieder zur alten Lebensqualität und die Tomaten zu ihrem alten Geschmack zurückbringen kann. Wie es ihm gelingt, verraten wir natürlich nicht, das sollte jede(r) selbst lesen. Aber wie es schon der Verlag zu diesem Buch schrebt: Manchmal muß man für seine Überzeugungen kämpfen. Schon ein Einziger, der gegen den Strom schwimmt, schlägt unglaubliche Wellen. Oder wie es schon der gute alte Schiller so zutreffend formuliert hat: "Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn. Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen." Wenn also "alle" oder "die Mehrheit" lauthals herumbrüllen, was "richtig" und "das Beste" ist oder daß etwas so und nicht anders sein darf, heißt das nicht unbedingt, daß das auch wirklich so ist und man seinen Verstand ausschalten und den Mund halten soll. (Außerdem darf man auch nicht alles unbesehen glauben, was sich so für "alle" ausgibt und große Reden schwingt: In Amerika gibt es beispielsweise eine Organisation, die sich "One Million Moms" (1 Million Mamas) nennt und u.a. versucht zu bestimmen, was im amerikanischen Fersehen gesendet werden darf und was nicht, also ihre Sicht allen anderen aufzwingen will. Selbst wenn sie 1 Million Mütter wären, wären das nicht einmal 2% aller amerikanischen Mütter, aber in Wirklichkeit haben sie nicht einmal 10% von 1 Million.) Wie sähe wohl unsere Welt heute aus, wenn sich Galileo Galilei oder Nikola Tesla und all die anderen Denker und Erfinder (und auch die Schriftsteller, die uns so viele schöne Bücher wie dieses geschenkt haben, die seit Generationen gelesen werden) von "allen" davon hätten abhalten lassen, ihren eigenen Weg zu gehen und ihre eigenen Gedanken zu denken und an uns weiterzugeben? Wenn etwas falsch oder schädlich ist, wird es nicht dadurch besser, daß "es alle so machen". Also auch, wenn die Geschichte wie ein Märchen geschrieben ist, zeigt sie doch auch für das wirkliche Leben auf, daß die heute bejubelten oder als die "einzig möglich" dargestellten wirtschaftlichen Prinzipien von immer mehr Produktion und "Globalisierung" nicht unbedingt zu mehr Lebensqualität für alle führen (meist ist das Gegenteil der Fall) und häufig auch auf Kosten des guten Geschmacks und der Gesundheit gehen. Bei jedem angeblichen Fortschritt sollte man sich fragen, ob es auch wirklich eine Verbesserung für die Menschen ist. Oder wie es Douglas Adams in Per Anhalter durch die Galaxis geschrieben hat: "Zur Lösung (..) wurden viele Vorschläge gemacht, aber die drehten sich meistens um das Hin und Her kleiner bedruckter Papierscheinchen, und das ist einfach drollig, weil es im Großen und Ganzen ja nicht die kleinen bedruckten Papierscheinchen waren, die sich unglücklich fühlten." Und das nicht die automatisch recht haben, die am lautesten schreien oder die meisten Likes haben. Insgesamt ist dies ein sehr gut geschriebenes und sehr schön gestaltetes kleines Buch, das kleine und größere Leser zum Nachdenken anregen kann. Ein bißchen störend war für uns lediglich, daß es keine Kapitel und kaum Absätze hat. Aber da es nur knapp hundert Seiten in recht großer Schrift sind, dürfte auch das für Leseanfänger oder Wenigleser kein Problem sein. (Neben den zweifarbigen Zeichnungen gibt es am Ende des Buches übrigens für die jüngeren Leser noch zwei ganzseitige Zeichnungen zum Selbstausmalen.) Für uns ist diese Tomatengeschichte auf jeden Fall ein Tip für jüngere und auch ältere Leser - und vor allem für alle, die keine Tomaten auf den Augen haben.

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