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Oktober 2025
Autor/Herausgeber/Reihe:
Manfred Faschingbauer:
Titel:
Feuerengel
Moritz Buchmann, Bd. 6:?
18.
Originaltitel: Originaltitel
Erscheinungsland
Original: D
Erscheinungsjahr
Original: 2025
Bei Wolfstein erscheint im Oktober mit Feuerengel der sechste Band der seit Januar 2015 erscheinenden Krimireihe von Manfred Faschingbauer um den Kriminaloberkommissar Moritz Buchmann, der es in diesem Fall mit einer gefährlichen Sekte zu tun hat.
Als Moritz Buchmann am Gardasee den mysteriösen Tod der Stiefschwester seines Freundes aufklären soll, ahnt er nicht, daß er damit ein tödliches Geheimnis aufdeckt.
Gemeinsam mit der römischen Commissaria Angelina Conti stößt er in dem abgelegenen Bergdorf Moriah auf eine Tragödie, die seit Jahrzehnten die Bewohner überschattet: verschwundene Kinder, schweigende Familien und nicht zuletzt ein düsteres Vermächtnis.
Bald geraten Moritz und Angelina in den Strudel eines uralten Glaubenskampfes, in dem sie nur Spielfiguren sind.
Ein Kampf, dessen blutiges Ende schon seit langer Zeit besiegelt scheint …
Originalausgabe
Paperback / Broschiertes Buch
Wolfstein Paperback ca. 410 Seiten ISBN 978-3-95452-797-7
Preis: 17,90 € (D) 18,40 € (A) ~ 28,00 SFr (CH)
Auch erhältlich als: ebook (10/2025) (epub, ca. 0,5 MB) ISBN 978-3-95452-139-5 Preis: 5,99 € (D) – 5,99 € (A) ~ 6,00 SFr (CH)
Direkt beim Verlag bestellen Bei Wolfstein derzeit leider nicht möglich
Unsere Meinung:
Das Buch beginnt mit zwei Prolog-Kapiteln, deren ganze Bedeutung erst im Laufe des Buches klar wird. Das erste Kapitel spielt in einem Krankenhauszimmer in Mailand im Oktober 1961 und führt neben dem Patienten einen gut gekleideten Herrn und eine Nonne ins Geschehen ein, das zweite Kapitel sieben Jahre später in Limone am Gardasee (diese Zeitspanne und dieser Ort sollen im weiteren Verlauf noch öfters eine wichtige Rolle spielen) und sind persönliche Eindrücke eines Mädchens namens Rebecca - vielleicht Gedanken, vielleicht ein Tagebucheintrag. Die eigentliche Geschichte beginnt mit dem dritten Kapitel und dem Besuch bei einer alten Dame im Rom des Jahres 2019, deren Tod die Lesenden möglicherweise indirekt miterleben. Merkwürdigerweise sind die letzten Worte dieses Kapitels: "Nanu, dachte sie. Was will denn die Polizei von mir?" Schon hier bringt der Autor die kleinen grauen Zellen zum Rätseln und spielt mit den Erwartungen der Lesenden, was er im Laufe der Geschichte noch weiter ausbaut und somit zur Spannung beiträgt. In den folgenden Kapiteln, die vier Tage später beginnen und abgesehen von einigen Rückblicken zwischen dem 30. April und dem 5. Mai 2019 spielen, folgen die Lesenden den Ermittlungen von Angelina Conti, einer Kommissarin aus Rom. Ja, wir wissen, daß dies der sechste Band der Reihe um Moritz Buchmann ist (und der erste, den wir gelesen haben), aber ehrlich gesagt, hatten wir den Eindruck, daß er hier eigentlich nur ein Nebendarsteller ist, der ein bißchen mitermittelt. Sowohl Conti als auch Buchmann werden durch Fotos an den Gardasee geführt, wo sich der größte Teil des Buches abspielt. Die Ermittlungen erweisen sich dabei als alles andere als einfach und ungefährlich. Sowohl die lokale Bevölkerung als auch die Polizei vor Ort zeigen außerordentlich unkooperativ, ja feindselig. Erst nach und nach komplettieren immer mehr kleine Informationen das Bild des Schreckens. Die Lesenden erfahren zusätzlich durch die Kapitel aus anderen Perspektiven als der der beiden Ermittler von weiteren Hintergründen und Vorgängen. Aber auch hier bleibt vieles lange Zeit bei Andeutungen. Erst am Ende fügen sich die Puzzelteile zu einem Gesamtbild zusammen, das Ermittlern wie Lesenden das ganze sinistere Ausmaß der Vorgänge eröffnet. Während des ganzen Buches werden Andeutungen eingestreut, die den Verdacht der Lesenden auf bestimmte Personen lenken können. Vieles erweist sich am Ende als geschickte Irreführung. Das Ende wird ein Wettlauf der Ermittler, deren Leben im Laufe der Ermittlungen mehr als einmal in höchste Gefahr gerät, mit den finsteren Kräften um weitere Todesfälle zu verhindern. Ob es gelingt, verraten wir natürlich nicht. Das Ende (naja, es gibt gleich mehrere davon) erschien uns dann doch etwas überzogen und auf Effekt angelegt. Insgesamt war dies für uns ein gut geschriebener Krimi mit vielen Geheimnissen und falschen Spuren, der die Lesenden zwar miträtseln läßt, aber nie genug liefert, um vor dem Ende des Buches ein rundes, stimmiges Bild zusammensetzen zu können. Für einen Tip hat es uns wegen einiger Überlänge und den überzogenen diversen Enden zwar nicht ganz gereicht, aber dieser recht ungewöhnliche und spannende Roman mit all seinen Geheimnissen und sympathischen wie oberfiesen Akteuren ist für uns doch auf jeden Fall lesenwert.
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