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Das waren neue Seiten
Juni 2025
Autor/Herausgeber/Reihe:
Mira Lindorm:
Titel:
Coralee und das Einhorn-Horn
F.E.U. Bd. 11:12
3.
Originaltitel:
Originaltitel
Erscheinungsland Original: D
Erscheinungsjahr
Original: 2025
Einhörner gehören in die Feenwelt. Nicht zu den Menschen.
Erst recht sollte keines ihrer Hörner auf Ebay zum Kauf stehen.
Wenn das die Einhorn-Bosse erfahren, ist es zappenduster für die Menschen. Und F.E.U. würde die geharnischtste Dienstaufsichtsbeschwerde seiner Existenz bekommen.
Der Chef setzt demzufolge gleich Verstärkung auf die Sache an. Special Agent Seven, einen stocksteif-aristokratischer Einhorn-Detektiv mit mächtiger Magie, und Coralees Team, wie immer zuständig für die dreckige Fußarbeit. Wobei besagter Einhorn-Agent auch noch den Oberbefehl bekommt.
Eine Tatsache, die nicht nur Coralee persönlich nimmt ...
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Unsere Meinung:
Auch im vorletzten Band dieser Reihe wird die arme Elfe Coralee nicht davon verschont gezwungenermaßen bei der F.E.U. Gutes zu tun - obwohl sie doch soviel andere und schönere Sachen zu tun hätte. (Und wohl nicht auch zuletzt deshalb weist die Autorin im Vorwort zum Buch ausdrücklich darauf hin, daß dies KEIN Kinderbuch ist.) Außerdem ist der neue Auftrag übel, wirklich übelst, um genau zu sein. Und um das Maß übervoll zu machen bekommt ihr Team, das, wie Corallee in ihrer bekannten Bescheidenheit nicht zu erwähnen vergißt, eines der besten Teams der F.E.U. ist, diesmal auch noch einen Sonderagenten vor die Nasen gesetzt, der, wie der Chef nicht aufhören kann, zu wiederholen, den Oberbefehl für den Auftrag hat. Oder anders gesagt, für den Coralee & Co. die Drecksarbeit erledigen sollen. Ein richtig nettes Kerlchen, ein Typ zum Augenauskratzen und hochnäsiger als hochnäsig. Der übelste Teamleiter, den sich Coralee vorstellen und Essylt vorstellen konnten. Kurz gesagt: ein Einhorn. In Menschengestalt. (Meistens.) Aber glücklicherweise sind Einhörner ja ebenso wie Elfen putzig und lieb. Oder? Und stolz. Königlich. Und sie würden keineswegs alle, die mit dem Horn zu tun hatten, zu Hackfleisch verarbeiten. Sicher nicht. Denn EInhörner sind ja - aber das hatten wir schon. Also heißt es, das Horn schnellstens dingfest zu machen und seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben, bevor der Amok galoppiert. Und natürlich gibt es sofort einen Plan (das Horn selbst zu kaufen) und ebenso natürlich geht der absolut magisch daneben. Nicht zuletzt dank des neuen Teamleiters, dessen Ego und Testosteronspiegel deutlich überheblicher sind als seine Fähigkeiten. Was er auf den folgenden Seiten auch immer wieder zweifelsfrei beweist und die Gruppe immer tiefer in Schwierigkeiten hineinreitet. Der zweite Plan lautet dann, den Verkäufer und Käufer ausfindig zu machen ... nicht schlecht ... doch damit fangen der Fall und das Chaos erst richtig an. Bevor der Fall auf typisch Coraleesche Weise (und wie üblich zur absoluten Zufriedenheit ihres Chefs) gelöst wird, treffen sie noch auf untote Vögel, Häuser, die vorgeben, andere Häuser zu sein, Werwolf-Söldner, die sich an ihren Waffen verbrennen, dämonische Drachen, versteinerte Teammitglieder, höhlische Labyrinthe, besessene Pickups und natürlich das ein oder andere Einhorn. (Oder war es doch ein Eunuchhorn?) Ach ja, da war auch noch der oberfiese Fiesling, der hinter all dem steckt und über den wir natürlich nichts verraten. Auch nicht über seinen oberfiesen Plan. Und die fiesen Fallen, in die er Coralee und ihr Einhorn-geleitetes Team traben läßt. Es gibt auch in diesem Fall wieder einige unerwartete Wendungen, wechselnde Handlungsorte, fiese Fieslinge und einige andere eigenwillige Nebenfiguren. Erzählt wird all das wieder von Coralee, die vielleicht ein winzig kleines bißchen von sich selbst eingenommen ist, in der Ich-Form und ihrer eigenwilligen Art. Dabei könnte die Darstellung ab und zu, wie erfahrene Coralee-Leser bereits wissen, möglicherweise ein klein wenig in ihrem Sinne verbogen werden (aber so deutlich, daß selbst die unaufmerksamsten Leser es merken müssen und ihren Spaß daran haben). Am Anfang des Buches (kurz hinter dem dem wieder absolut treffenden Titelbild (das wohl eine völlig unvoreingenommene Darstellung des Oberermittlers in diesem Fall zeigt) gibt es eine kurze Charakterisierung und eine ganzseitige schwarzweiße Zeichnung der Ich-erzählenden Hauptfigur Coralee auf ihrer geliebten Harley Knucklehead.
Am Ende des Buches folgen dann noch noch etwas ausführlichere allgemeine Informationen zu Coralee und ihrer Welt (diesmal mit den sieben F.E.U. Basis-Regeln). Danach folgt noch eine mehrseitige Leseprobe des zwölften und letzten Bandes (Coralee und Coralee und Baba Jagas Puppe) und wie immer ist auch das Inhaltsverzeichnis eigenwilligerweise ganz am Ende des Buches zu finden.
Ein wenig gefehlt haben uns wieder Charakterisierungen und Hintergrundinformationen zu den anderen Mitgliedern des Coralee-Teams, was das Verständnis an einigen Stellen der Geschichte, besonders für Neueinsteiger zu dieser Reihe, deutlich erleichtert hätte. Zwar sind die einzelnen Folgen dieser Reihe in sich abgeschlossene Abenteuer, aber es hilft schon ein wenig beim Verständnis, die vorhergehenden Bände gelesen zu haben, etwa, was die Eigenschaften etwa von Drohnen und die Verhältnisse zwischen den Personen wie etwa Coralee und Ryan betrifft. Insgesamt war auch dieser elfte Fall für uns zwar nicht übel, er war wieder spannend, chaotisch, magisch, vielleicht auch ein winziges bißchen schräg und auf jeden Fall absolut unterhaltsam und lesenswert, aber doch einer der etwas schwächeren Bände der Reihe. Wir sind auf jeden Fall schon gespannt darauf, mit welchen Abenteuern die Autorin ihre Coralee-Reihe im nächsten Band abschließen wird.
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