| April 2026 |
Autor/Herausgeber/Reihe:
Janina Pohl:
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Titel: Daniel Upside down |
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| 7.
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Originaltitel:
Originaltitel
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Erscheinungsland
Original: D |
Erscheinungsjahr
Original: 2026 |
Schulprojekte im Allgemeinen sind für Daniel schon hart an der Grenze. Aber in Teamarbeit? Das ist so gar nicht sein Ding.
Umso schlimmer, daß ihm mit Justin Dyrsen ausgerechnet der Fußballstar der Stadt zur Seite gestellt wird, der nicht nur als Schulschwarm sein genaues Gegenteil darstellt.
Die zusätzliche Aufmerksamkeit macht es Daniel da nur noch schwerer, nicht in die Schußlinie seiner Mitschüler zu geraten.
Und daß die Teamarbeit mit Justin nur schiefgehen kann, liegt ja wohl auf der Hand.
Oder???
Empfohlen für Leser ab 12 Jahren
Originalausgabe
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 Broschiertes Buch / Paperback
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Main Paperback ca. 340 Seiten ISBN 978-3-95949-581-3 Preis: 20,00 € (D) 20,60 € (A) ~ 32,00 SFr. (CH)
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Unsere Meinung: Die Autorin widmet dieses Buch allen, die schon einmal das Gefühl hatten, nirgends auf der Welt einen Platz zu haben. Wie Daniel, durch dessen Augen, Ohren und Gedanken diese Geschichte erzählt wird. Neben Daniel spielen noch Justin und etliche andere Uptown- und Downtown-Boys und -Girls eine Rolle. Ja, Daniel und seine wenigen Freunde und der von ihm so empfundene Rest der Welt besuchen in einer Stadt namens Sancthill die Susacc, das Sancthill Upper School and Class College und das ist wie die ganze Stadt sortiert nach dem Einkommen ihrer Familien und pflegt bevorzugt Vorurteile und Ausgrenzungen. Da gibt es die Ups, die mit einem silbernen Löffel aufgewachsen sind (70%), die Eves, alles von neureich bis Mittelstand (25%) und die Downs, die man, wie Daniel selbst, deutlich spüren läßt, aus welcher Ecke der Stadt sie kommen (5%). Natürlich alles nur inoffiziell. Als die Leser Daniel am Anfang dieses Buches treffen, glaubt er daher, irgendwer wolle ihn auf den Arm nehmen oder er hätte sich verlesen. Aber nein, die Geschichte beginnt tatsächlich damit, daß sein Sportlehrer über ein Projekt mit dem Titel Unity Project zur Förderung der innerschulischen Gemeinschaft informiert und dann auch noch erklärt, es sei anläßlich des Schuljubiläums der Susacc dazu gedacht, Einigkeit, Toleranz und Nächstenliebe zu demonstrieren. Was Daniel in den Jahren an dieser Privatschule, die er dank eines selbst verdienten Stipendiums besuchen kann, nicht hat feststellen können, war jede Art von Zusammenhalt zwischen den Schülern, an der er irgendwie beteiligt war. Von Toleranz und Nächstenliebe ganz zu schweigen. Mit allen Arten von Mobbing, Verachtung und Niedertracht hatte er dagegen deutlich häufiger zu (über)leben. Zu allem Überfluß und zum Unmut seiner Klasse wird er auch noch dazu verdammt, zusammen mit einem der Ups an dem Projekt zu arbeiten. Und das ist nicht nur der Anfang dieser Geschichte sondern auch der Anfang vom Ende seines bisherigen Lebens. Doch bevor es soweit ist, muß Daniel nicht nur äußerliche - zum Teil ziemlich haßerfüllte und sogar gewalttätige - Widerstände sondern auch seine inneren Unsicherheiten und Abwehrmechnismen überwinden und anerkennen, daß er sich auf seine Freunde verlassen und sich sowohl auf sie als auch den einen Menschen, der ihm wichtig ist, einlassen kann, ganz egal ob sie Ups oder Downs sind. Und ja, es ist eine reichlich komplizierte Liebesgeschichte mit etlichen drastischen und schmerzlichen Ups und Downs, aber daneben erzählt dieses Buch noch eine ganze Menge mehr, was die Leser hautnah miterleben. Und obwohl Daniel der Titelheld dieser Geschichte ist, dürfte auch Daniels Verhalten nicht immer allen Lesern gefallen (vorsichtig ausgedrückt), was die Geschichte und sein Leben (wie das seiner Freunde) nicht unbedingt einfacher macht. Denn Daniel selbst ist kein einfacher Mensch, dafür hat sein junges Leben bereits zu viele Narben hinterlassen. Etwa, wenn er mal wieder gegen eine vierköpfige Tür gelaufen ist. Auch wenn es hier um einige ernste Themen wie Ausgrenzung, Mobbing, Gewalt, Zwangsouting und vieles mehr geht, erzählt die Autorin die sich langsam entwickelnden, mit Stolper-Steinen gepflasterten diversen schwierigen Liebes- und Freundschaft-Geschichten mit einer guten Portion Humor und es macht wirklich auch Spaß, dieses zu Buch zu lesen. Wozu nicht zuletzt die diversen leichtherzigen Wortgefechte und spitzen Bemerkungen beitragen. Insgesamt ist dies für uns eine sehr gut lesbare und lesenswerte Geschichte, die die Leser in Daniels Geschichte hineinzieht und mit ihm leiden, hadern und glücklich sein läßt. Sie ist während der Achterbahnfahrt, zu der sich Daniels Leben entwickelt, ebenso romantisch (manchmal an der Grenze zum kitschig-romantischen) wie zum Teil im positiven Sinne hochdramatisch aber dennoch auch außerordentlich unterhaltsam. Die Realität wird nicht durch eine rosarote Brille betrachtet (zumindest nicht immer), das Ganze ist aber auch nicht moralinsauer, betroffen oder belehrend, sondern mit viel Humor und Herz geschrieben, wobei auch die die Romantiker (samt ihrer Tränendrüsen) voll auf ihre Kosten kommen dürften. Und ja, das Buch erzählt (mindestens) eine Liebesgeschichte, bei der es auch einige erotische Szenen gibt, aber diese werden so unaufdringlich nicht bis ins letzte Detail eingebunden, daß das Buch auch für etwas jüngere Leser geeignet ist. (In onlinebuchshops wird es für Leser ab 12 Jahren empfohlen.) Schließlich hinterläßt das Buch bei allem Schrecklichen, das Daniel zusammen mit den Lesern unterwegs durchleben muß, für Daniel und alle, die sich auf irgend eine Art mit ihm indentifizieren können, dank seiner Freunde und Familie einen positiven Ausblick, auch wenn die Geschichte ein halbwegs offenes Ende hat. Oder um es mit dem zweiten Teil der Widmung zu diesem Buch zu sagen: Irgendwo da draußen sind sie: die Leute, die euch sehen. Anders ausgedrückt, und wie es diese Geschichte erzählt: die Menschen, die eine(n) Zuhause, sicher und zugehörig fühlen lassen. Was uns betrifft, ist diese romantische, ernste und humorvolle Geschichte um Daniel & Co auf jeden Fall, auch upsidedown, ein Tip. |