Juli 2024 |
Autor/Herausgeber/Reihe:
Jill Kaltenborn:
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Titel: Königinnensonntag Nina Wedemeyer ermittelt, Bd. 1:? |
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9.
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Originaltitel:
Originaltitel
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Erscheinungsland
Original: D |
Erscheinungsjahr
Original: 2024 |
Ein kleines Dorf im beschaulichen Lopautal bereitet sich auf das traditionelle Heideblütenfest vor, als ein Fund die Gemeinde erschüttert: 20 Jahre nach dem mysteriösen Tod der schönen Frederika taucht ihr verschollenes Tagebuch auf.
Der Lehrer Johanning gerät unter Mordverdacht.
Nur die junge Ärztin Nina ist von der Unschuld ihres Mentors überzeugt und beginnt zu ermitteln.
Sie findet sich in einem Geflecht aus Lügen wieder, das ein ganzes Dorf um jene schicksalhafte Nacht gesponnen hat, und zweifelt bald an ihren eigenen Erinnerungen …
Originalausgabe
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 Broschiertes Buch / Paperback
Auch erhältlich als ebook
EPUB: ISBN 978-3-7349-3106-2
PDF: ISBN 978-3-7349-3107-9
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Gmeiner Paperback ca. 480 Seiten ISBN 978-3-8392-0706-2 Preis: 15,00 € (D) - 15,50 € (A) ~ 24,00 SFr. (CH)
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Auch erhältlich als: gmeiner ebook (08/2024) (epub, PDF) Preis: 11,99 € (D) - 11,99 € (A) ~ 13,00 sFr (CH) |
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Unsere Meinung: Am Anfang hatten wir die starke Befürchtung, daß dies eines jener Verkorkstheitsbücher werden würde, denn zu Beginn durften wir die Heldin seitenlang dabei begleiten, sich in Selbstmitleid zu ertränken und ihre Beziehungsprobleme - sei es mit dem Ex-Freund, dem Ur-Ex-Freund oder der neu angeheirateten Familie ihres Vaters - lang und breit dargelegt zu bekommen. Glücklicherweise übernehmen dann aber ihre Ermittlungen, die Wahrheit über ein jahrzehnte zurückliegendes Verbrechen, in das das halbe Dorf, sie selbst eingeschlossen, erwickelt und verwoben ist, herauszufinden - gegen alle Widerstände. Und mit von ihr meist unbemerkter Hilfestellung. Ab da wird es dannn doch noch ein richtig spannender und gut lesbarer Kriminalroman, bei dem die Suche nach der Wahrheit in der Vergangenheit immer neue Puzzlesteine ans Licht bringt, bis nach einhundert Romanseiten ein Puzzlestein dazu führt, daß Heldin des Romanss erkennt, bisher das völlig falsche Bild zusammengesetzt zu haben. Denn es wird nicht nur gelogen, auch was gesehen wurde - oder geglaubt, daß es gesehen wurde, wovon jede(r) fest überzeugt war, die Erzählerin eingeschlossen, - muß plötzlich überdacht werden. Oder anders ausgedrückt: Alles ist plötzlich ganz anders als bisher gedacht und die Ermittlungen müssen wieder bei Null beginnen. Auch die Heldin versucht weiter endlich herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist und macht sich zusammen mit einem Jugendfreund auf Spurensuche. Zwar könnte der eine oder die andere unterwegs Verdacht schöpfen, aber dann geschieht wieder soviel anderes, was durch falsche Aussagen, Bewertungen dessen, was gesehen oder gehört wurde, und Beobachtungen auf falsche Spuren führt, so daß dieser Verdacht bei den meisten Lesern wohl wieder in Vergessenheit gerät. Nach etwa dreihundet Seiten scheint erneut alles aufgeklärt zu sein, erklärt und klar zu sein, da daß Buch aber knapp fünfhundert Seiten hat, kann das wohl doch noch nicht die ganze Wahrheit sein. Und so ist es auch. Der wahre Täter bleibt weiterhin im Dunkeln und wird erst auf den letzten Buchseiten (auf dramatische und für die Erzählerin nicht ganz ungefährliche Weise) gefunden. Bis dahin bleibt es spannend mit weiteren unerwarteten Wendungen. Ingesamt war dies für uns ein nach einem stockenden Einstieg weitgehend gut lesbarer, wenn uns auch teilweise zu langgezogener, Kriminalroman, der uns am Anfang einen etwas zu großen Überhang an Privatleben und Weltschmerz-Drama hatte, sich dann aber zu einer wirklich lesenswerten, spannenden Spurensuche entwickelte, bei der wir das Buch nur ungern aus der Hand legten. |