Bei Machandel ist mit Die Speerschleuder ein Jahr nach Mord im Pfahlbaudorf der zweite Band der Krimi-Reihe von Martina Schäfer erschienen, die im Archäologen-Milieu spielt. Die Serie soll laut Verlag Kriminalromane bringen, die Vergangenheit und Gegenwart mörderisch gut miteinander verbinden und zudem einen gehörigen Schuß Frauen-Power aufweisen.
Niemals hätte Archäologin Dr. Johanna Schmid gedacht, daß in ihrem Institut ein Student ermordet würde - ausgerechnet mit einer steinzeitlichen Speerschleuder.
Und dennoch steht im Mittelpunkt dieses Romans ein Mord im archäologischen Institut.
Dummerweise hat sich der Mörder einen schlechten Zeitpunkt ausgesucht und kann das Haus nicht verlassen – und die mit ihm darin Eingeschlossenen wissen das.
Bis die Polizei kommt, kann es noch Stunden dauern. Die Nerven aller liegen blank - mit einem unbekannten Mörder unter einem Dach.
So entschließen sich Dr. Johanna Schmid und Prof. Joachim Drahm, selbst die Fährte aufzunehmen.
Aber auch wenn Archäologen mit allen Schattierungen des Todes vertraut sind, heißt das nicht, daß er ihnen nichts anhaben kann ...
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Unsere Meinung:
Im Gegensatz zum ersten Band dieser Reihe, Mord im Pfahlbaudorf, spielt diese Folge ausschließlich in der Gegenwart. Aber auch diesmal spielen natürlich Arcäologen und archäologische Fundstücke eine wichtige Rolle. Das erste Fundstück ist allerdings höchst unerwünscht: die Leiche eines jungen Studenten in der Bibliothek des Institutes, das von Professor Joachim Drahm geleitet wird und in dem auch Dr. Johanna Schmid derzeit ihren Arbeitsplatz hat. Ein bißchen läuft das Ganze diesmal wie ein englischer Landhauskrimi ab, denn die notgedrungenen Ermittler sind ebenso wie Zeugen und Täter (durch eine Ausgangssperre wegen einer Kriegsbomben-Entschärfung in der Gegend) an einen abgeschlossenen Ort gefesselt. Apropos Täter - hatten wir erwähnt, daß der aufgefundene Tote keines natürlichen Todes gestorben war? Nun ja, dann haben wir es jetzt nachgeholt. Und neben dem Institut sowie den Ermittlern um Drahm und Schmid spielt die Archäologie noch in einem weiteren Punkt eine Rolle: Das Original der Tatwaffe ist ein archäologisches Fundstück, das allerdings kurz vor der Tat nicht aufzufinden war. Um es mit Professor Drahm zu sagen handelt es sich dabei sozusagen um Steinzeit-High-Tech. Eher auf Low-Tech, aber umso mehr auf Hochtouren laufende Spür- und Kombinationssinne verlassen sich die Instituts-Detektive dagegen bei ihren Anstrengungen, dem Täter auf die Spur zu kommen und ihn oder sie festzusetzten, bevor die Ausgangssperre beendet wird. Neben den persönlichen Beziehungen und Alibis spielen hier wie im Märchen nicht zuletzt auch Schuhe eine wichtige Rolle. (Nein, es ist kein Blut im Schuh, es geht eher um die Sohlen. Aber mehr verraten wir nicht.) Dazu kommen dann noch Machos und Chauvis, sowie verliebte und eifersüchtige Jungs und Mädels, die für zusätzliches Drama-(und Unterhaltungs)potential sorgen. Während der Großteil der Geschichte aus der Sicht von Dr. Johanna Schmid, aber in der dritten Person, geschrieben ist beginnt das Buch allerdings mit einem kursiv gedruckten Prolog "Vor der Geschichte", der ebenso wie weitere Kursiv-Texte im Laufe der Geschichte, aus der Sicht eines "Jägers" geschrieben ist, ohne dabei aber zu deutliche Hinweise zu geben. Die einzelnen Kapitel sind nur mit der jeweiligen Uhrzeit überschrieben - es beginnt mit 16:00 und endet nach etwa 150 Seiten um 20:20 Uhr. Und da das Ganze abgesehen von der Spannung noch mit einer guten Portion Humor und Selbstironie geschrieben ist, macht das Lesen einfach nur Spaß. Für uns ist auch dieser zweite Band der Ärchäologie-Krimis mit dem Ermittlerpaar Dr. Johanna Schmid und Professor Joachim Drahm auf jeden Fall wieder ein uneingeschränkter Tip und sicher ein guter Anreiz, auch die vier weiteren Bände dieser Reihe zu lesen.
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