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Sommer 2026 Mai – Juli
Buch 2
13.08.2026
Hallo,
damit das Laden auch bei langsameren Rechnern und Verbindungen nicht zu lange dauert, hat jedes Buch eine Seite für sich.
Hier kommt Buch Nr. 2. Viel Spaß.
Juli 2026
Autor/Herausgeber/Reihe:
Christine Nöstlinger:
Titel:
Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse
2.
Originaltitel:
Originaltitel
Erscheinungsland
Original: D
Erscheinungsjahr
Original: 1975
Zum 90. Geburtstag der österreichischen Kinder- und Jugendbuch-Autorin Christine Nöstlinger am 13. Oktober erscheint im Juli bei Reclam die Neuausgabe ihres Romans Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse mit den Illustrationen aus der Originalausgabe von 1975.
Frau Bartolotti führt ein herrlich exzentrisches und völlig unangepasstes Leben – bis eines Tages ein mysteriöses Paket vor ihrer Tür steht.
Als sie es öffnet, staunt sie nicht schlecht: Darin sitzt ein siebenjähriger, wohlerzogener Junge namens Konrad.
Doch woher kommt er?
Als unerwartete Ersatzmutter stolpert sie von einer absurden Situation in die nächste ...
Mit Illustrationen von Frantz Wittkamp Mit einem Nachwort von Ute Wegmann
Neuausgabe
Mini-Taschenbuch
Das Buch ist Band 14.942 in Reclams Universal-Bibliothek.
So sah 2009 ein Wandregal mit allen Bänden der Universalbibliothek des Reclam-Verlags aus:
Reclam Mini-Taschenbuch ca. 160 Seiten Format ca. 15x10cm ISBN 978-3-15-014942-3 Preis: 8,00 € (D) – 8,30 € (A) ~14,00 SFr. (CH)
Direkt beim Verlag bestellen:
Unsere Meinung:
Was wäre. wenn es eine Fabrik gäbe, in der wohlerzogene Eltern ebenso höchst wohlerzogene und überaus brave und folgsame, hochintelligente Kinder "leihweise zur Aufzucht" bestellen könnten? (Richtige Kinder, keine Roboter wie bei den Kindern von Stepford.) Kinder, die folgsam sind, wie ein Hund? Denen es übel wird wenn sie an etwas Ungezogenes auch nur denken? Die bei Lieferung bereits sieben Jahre alt sind? Und was wäre jetzt, wenn ein solches Kind versehentlich an eine ebenso unabhängige wie eigenwillige Frau geliefert würde, der egal ist, was man zu tun hat und was die Leute sagen und die mit Folgsamkeit so gar nichts am Hasenfellhut hat? Die Wörter wie ordentlich, regelmäßig, manierlich, Zweck, sinnvoll, tagtäglich, lehrreich, anständig, Anstand, Sitte, Hausfrau passend und gehörig überhaupt nicht mag? Und jetzt stelle man sich einmal vor, die Fabrik würde ihren Fehler bemerken und das Produkt zurückhaben wollen, womit Frau Bertolotti, ihr Konrad, dessen Freundin Kitty und Frau Bertolottis Zwei-Tage-in-der-Woche-Freund gar nicht einverstanden sind. Können sie verhindern, daß Konrad zurückgeholt wird? Und wie soll das funktionieren? All diese Fragen (und einige mehr) werden in diesem gut und unterhaltsam zu lesenden Buch beantwortet. Und für alle, die mit den Antworten nicht zufrieden oder einverstanden sind gilt: Jeglicher Einspruch Ihrerseits ist völlig zwecklos und der Rechtsweg ist total ausgeschlossen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist anfangs vielleicht, wie das Buch geschrieben ist. Da wird nicht einfach nur gesagt, die Frau Bertolotti frühstückte, sondern detailliert aufgeführt: Sie trank vier Tassen Kaffee und aß drei Brötchen mit Butter und Honig und zwei weiche Eier im Glas und eine Scheibe Schwarzbrot mit Schinken und Käse und eine Scheibe Weißbrot mit Gänseleberpastete. Diese Art, etwa wie ein aufgeregtes Kind ohne Punkt und Komma erzählt, zieht sich durch das ganze Buch. Außerdem trifft man auch auf die Sprüche, die wohl jedes Kind zur Genüge kennt, wie "es wird gegessen, was auf den Tisch kommt" und dergleichen - allerdings sind auch diese ein wenig schräg in die Geschichte eingebunden. Abgerundet wird die Gechichte durch einige zum Teil ganzseitige, zum Inhalt passende Zeichnungen. Am Ende des Buches gibt es dann noch ein ausführliches Nachwort (nicht von der Autorin selbst) und kurze Informationen zur Autorin, der Nachwortschreiberin und (sehr kurze) zum Illustrator. Insgesamt ist dies ein ziemlich schräges Kinderbuch (an dem sicher auch Erwachsene ihren Spaß haben können), in das aber aber auch einige ernstere Themen eingebunden sind, wie Mobbing in der Schule, das Zusammenleben von Menschen und vor allem, daß Kinder weder Hunde noch kleine Erwächsene sind. Der eine oder die andere wird vielleicht das eine oder andere etwas seltsam finden, dabei muß (Entschuldigung Frau Bertolotti) aber daran gedacht werden, daß das Buch schon 1975 geschrieben worden ist. (Auch wenn es heute wie damals wieder eine Reihe von Menschen gibt, die anderen aufzwingen wollen, wie sie zu leben und zu denken haben.) Für uns war dies auf jeden Fall eine äußerst schrage und unterhaltsame Geschichte und egal ob es aus einer Konservendose gekommen ist oder nicht, auf jeden Fall ein Tip für junge und ältere Leser.
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